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Idana steigert die Anamnesequalität signifikant und spart Arztzeit!

Idana ist erhebt die Anamnese geräte- und standortunabhängig mittels PC, Smartphone oder Tablet. Damit können Sie Ihren Patienten zur Vorbereitung auf ihren Termin digitale Anamnese-Fragebögen über bestimmte Krankheitsbilder und Beschwerden zukommen lassen. Idana stellt Ihnen anschließend einen übersichtlichen Bericht mit Hervorhebung von Warnhinweisen, wichtigen Antworten und automatischer Berechnung von Scores am Arzt-PC zur Verfügung und dokumentiert diese Informationen automatisch in Ihrem Praxisverwaltungssystem. Damit können Sie eine ausführliche Anamnese effizient in Ihre Praxisprozesse integrieren und Zeit für das gesamte Praxis-Team einsparen.

Mehr zu den Vorteilen von Idana

Idana eignet sich für alle Fachbereiche

Die Bedeutung der Anamnese in der modernen Medizin

Der Begriff Anamnese stammt aus dem Griechischen und meint in freier Übersetzung die Befragung des Patienten durch den Arzt. In jeder medizinischen Fachrichtung, von der Zahnmedizin über die Orthopädie bis hin zur Kardiologie, steht am Beginn jeder Untersuchung das Gespräch zwischen Arzt und Patienten. Erhoben werden dabei nicht nur die ‚harten‘ Fakten wie Alter, Gewicht oder bisherige Vorerkrankungen, sondern auch all diejenigen Informationen zum Privatleben des Patienten, die bei der Suche nach der richtigen Therapie hilfreich sein könnten. Das können Ernährungs- und Schlafgewohnheiten sein, aber auch die persönlichen Lebensumstände, etwa die Frage, ob ein Patient allein oder in einer Partnerschaft lebt, ob er am Schreib-tisch arbeitet oder körperliche Arbeit leistet, sind meist unerlässliche Informationen, die dem Arzt die ‚Spurensuche‘ erleichtern.

Zuverlässigstes Diagnostikum

Der kanadische Mediziner William Osler, der als „Vater der modernen Medizin“ die Arztausbildung revolutionierte, war überzeugt von der Bedeutung der Anamnese als eines der zuverlässigsten Diagnostika: „Listen to your patient, he is telling you the diagnosis.“ Diese Einsicht wurde durch klinische Studien inzwischen eindeutig belegt: Bereits 1975 ver-suchten der Forscher J. R. Hampton und sein Team den Prozess der Diagnose genau zu beleuchten (Hampton et al.: Relative contributions of history-taking, physical examination, and laboratory investigation to diagnosis and management of medical outpatients (1975)). Hampton ging davon aus, dass drei Methoden zur korrekten Diagnose führen, die je nach Krankheitsbild eine unterschiedliche Gewichtung erfahren: die körperliche Unter-suchung auf Basis der Leitsymptome, die Untersuchung unter Zuhilfenahme laborativer Methoden und die Erhebung der Patientengeschichte, die Anamnese. Er konnte nachweisen, dass die Bedeutung der Anamnese für den Diagnoseprozess nicht zu unterschätzen ist. Selbst bei Krankheiten, die letztlich nur das Labor eindeutig befunden kann, liefert die Anamnese vielfach wichtige Hinweise. Hampton ermunterte deshalb zu einer ausführlichen und gewissenhaften Anamnese, „knowing that extra time spent on the history is likely to be more profitable than extra time spent on the physical examination (Hampton et al. 1975: 489). Um auch nachfolgende Generationen von Ärzten für die Chancen der Anamnese zu sensibilisieren, appellierte er außerdem daran, das Einüben zielführender Fragetechniken in die medizinische Ausbildung zu integrieren. Der Appell verklang nicht ungehört: Inzwischen gibt es zahlreiche Lehrbücher, die sich mit der Anamnese beschäftigen, an vielen Universitäten steht die Arzt-Patienten-Kommunikation auf dem Lehrplan für die ersten Semester – nicht nur anatomisches Wissen und ein Grundverständnis über die physio-logischen Vorgänge im Körper soll den Studienanfängern vermittelt werden, auch die für den Therapieerfolg so wichtigen kommunikativen und sozialen Kompetenzen werden berücksichtigt. An der Universität Freiburg beispielsweise arbeiten Studierende mit von Schauspielern dargestellten „Übungspatienten“ zusammen und werden so an eine Situation herangeführt, die im Arztalltag, sei es in der Klinik oder in der Praxis, an der Tagesordnung steht. Und auch von Patientenseite aus bildete eine gelungene Anamnese den Grundstein für eine erfolgreiche Therapie. Denn bei vielen Krankheitsbildern ist die Bereitschaft des Patienten zur Zusammenarbeit mit dem Arzt essentielle Voraussetzung für den Erfolg der Behandlung. Das gilt gerade bei langfristigen Therapien, die die pünktliche Einnahme von Medikamenten, das gewissenhafte Beobachten der eigenen Symptome oder die Veränderung bestimmter Gewohnheiten erfordern. Wurde bei der Anamnese versäumt, den Alltag des Patienten zu erfassen, so kann die vielversprechendste Therapieform ins Leere laufen, wenn sie mit seinem Lebensstil nicht kompatibel ist.

Die Problematik mit der Zeit

Was in der Theorie allgemein anerkannt ist, scheint jedoch im medizinischen Alltag schwer umsetzbar: Zeit ist innerhalb der Krankenhaus- und Praxisprozesse zur Mangelware geworden. 2012 brachte der Ärztemonitor bedenkliche Zahlen ans Licht. Im Schnitt, so die deutschlandweit durchgeführte Studie, behandelten Fachärzte 38 Patienten pro Tag, bei Hausärzten sogar noch mehr: Rund 52 Patienten geben sich pro Arbeitstag die Klinke zum Sprechzimmer in die Hand. Dabei nimmt es nicht wunder, dass ein Großteil der Ärzte über Zeitmangel klagt. Nur 40 Prozent der befragten Ärzte gaben an, ausreichend Zeit für ihre Patienten zu haben, der Ärztemonitor zieht ein ernüchterndes Fazit: „Der Mehrheit der Ärzte steht nach eigener Einschätzung weiterhin keine ausreichende Zeit zur individuellen Behandlung der Patienten zur Verfügung.“ (Ärztemonitor 2012: 39, ).Die Anamnese bleibt innerhalb des engen Zeitfensters, das für den einzelnen Patienten reserviert ist, meist auf der Strecke: Erhoben werden können allenfalls noch die Standard-daten, für tiefergehende Fragen, etwa nach der psychischen Verfassung, bleibt jedoch meist keine Zeit mehr. Stattdessen setzen viele Ärzte auf den Einsatz kostenintensiver Diagnostik, die vom Praxispersonal durch-geführt werden kann, während der Arzt sich schon dem nächsten Patienten widmet. Dass die aufwändige Diagnostik nicht nur teuer, sondern auch fehleranfällig ist, wird dabei gern übersehen: Labortests beispielsweise können falschpositiv ausfallen, belastende Folgeuntersuchungen mit sich ziehen und die Heilung hinauszögern. Die Folge? Deutsche Patienten sind vergleichsweise übertherapiert, doch trotz der immensen Summen, die im Gesundheitswesen aufgebracht werden, liegt Deutschland nur im OECD-Mittelfeld